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| Foto: Limberger |
Lynx lynx
Taxon-ID: 174317
Eurasischer Luchs,
Nordluchs (A, D)
Rys ostrovid (CZ, SK)
Lince europea (E)
Lynx, Lynx d`Europe (F)
European Lynx (GB)
Europski ris (HR)
Lince (I)
Charakteristik: Katzenartiges Raubtier, größer als Wildkatze und von dieser durch längere Beine und den kurzen Schwanz zu unterscheiden. Charakteristisch sind die an den Ohrenspitzen sitzenden Haarbüschel.
Lebensraum: Waldlandschaften
Verhaltensweisen: Der Luchs duldet keine gleichgeschlechtlichen Individuen in seinem Revier. Reviergrenzen der Männchen können dagegen oft mehrere Reviere von Weibchen überschneiden.
Mehr Details über den Luchs:
Gefährdung: Große, ruhige Waldgebiete gehören zu seinem bevorzugten Lebensraum. Diese wiederum sind durch die Zerschneidung durch Straßen bzw. der Zersiedelung durch den Menschen gefährdet sowie durch touristische Nutzung beunruhigt. Die Verbindung wiederum zwischen den letzten Restlebensräumen ist großteils unterbrochen.
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Nach langer Abwesenheit kehrte der Luchs im Jahre 1996 wieder in die Region des Nationalpark Kalkalpen zurück. Im Jahr 2000 gelang erstmalig die Ablichtung mittels Fotofalle und im Jahr 2005 eine Sichtbeobachtung am Riss. Ob heute mehr als ein Individuum im Nationalpark herumstreift, ist unklar.
Typisch für die größte Raubkatze Europas ist ihre relative Hochbeinigkeit, der 20 bis 25 cm kurze Schwanz und die „Pinsel“, auffällige Haarbüschel an den Ohrspitzen. Die Färbung dieser Raubkatze variiert von grau und schwach gefleckt in den nördlichen Verbreitungsgebieten hin zu rötlich-braun mit deutlichen schwarzen Flecken. Die Fellfarbe erfüllt eine wichtige Tarnfunktion vor dem Hintergrund eines mit dürren Blättern und Lichtpunkten übersäten Bodens eines Mischwaldes. Der Luchs nimmt eine wichtige ökologische Rolle als Beutegreifer vor allem in der Regulierung des Schalenwildes ein. Seine Nahrung umfasst vorwiegend kleine Paarhufer (Reh, Gämse), von denen er pro Jahr rund 50 bis 60 Tiere benötigt.
Er ist ein Anschleichjäger, der seine Beute nicht verfolgt, wenn der erste Überraschungsangriff scheitert. Luchse sind zu allen Tageszeiten aktiv, am häufigsten aber in der Morgen- und Abenddämmerung, wo auch ihre Beutetiere anzutreffen sind. Die Luchsin wirft Ende Mai oder Anfang Juni nach 68 bis 72 Tagen Tragzeit ein bis vier Junge, die bis zur nächsten Paarungszeit im März bei ihr bleiben. Die Raubkatze bewohnt große, geschlossene Wälder. Waldfreie Gebiete wirken als Ausbreitungshindernis, dichter Unterwuchs und felsiges Gelände können aber einen Ersatz für geschlossenen Wald darstellen.
Im Alpenraum war der Luchs über Jahrzehnte ausgestorben. Zwei erfolgreiche Wiedereinbürgerungs-Programme in der Schweiz und Slowenien sichern heute die äußerst spärliche Population im Alpenraum. Aufgrund ihrer Jagdart benötigen Luchse große Reviere: ein Männchen 15.000 - 20.000 Hektar, ein Weibchen 8.000 - 12.000 Hektar.
Nachweise im Gebiet des Nationalpark Kalkalpen
| Status, Gefährdung und Schutz | |
| Status Nationalpark Kalkalpen | seit 1996 zurückgekehrt |
| Status Österreich (2005) | wiedereingebürgert |
| Rote Liste Österreich (2005) | stark gefährdet |
| Gefährdung in Europa | potenziell gefährdet |
| Schutzverantwortung für Österr. | für den Alpenraum |
| Handlungsbedarf für Österreich | für den Alpenraum |
| FFH-Richtlinie der EU | Anhang II, IV |
| Jagdgesetz OÖ | ganzjährig geschont |
Beschreibung - Verhalten - Revier
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Dem Luchs auf der Spur
Ein Fährtenjäger berichtet
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Luchs_Zwischenbericht_2009.pdf (2,02MB) Bericht von DI Christian Fuxjäger
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> Wie Fotos vom Luchs entstehen
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